Folge 18 "Sweet things" Warum der Blutzucker immer so schwankt

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine spannende Reise durch die Welt des Blutzuckers: Warum bleibt unser Blutzucker trotz süßer Versuchungen so konstant? Welche Laborwerte sind wirklich entscheidend, wenn es um die Diagnose von Diabetes geht? Wir sprechen offen über die Herausforderungen und Grenzen der verschiedenen Messmethoden – von der klassischen Blutabnahme bis zum oralen Glukosetoleranztest. Ihr erfahrt, wann Laborwerte kritisch werden, was wirklich hinter einem erhöhten Blutzucker steckt und warum eine zweite Kontrolle oft entscheidend ist. Gemeinsam zeigen wir, wie moderne Labormedizin hilft, Diabetes frühzeitig zu erkennen und Spätschäden zu vermeiden – immer mit einem Augenzwinkern und viel Fachwissen aus der Praxis.

Labors.at

https://www.labors.at/

Die Laborakademie - noch mehr Fortbildung in Film Ton und Schrift

https://www.laborakademie.at/

Diabetes mellitus

https://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus

Blutzuckermessung

https://www.gesundheitsinformation.de/blutzuckermessung.html

HbA1c (Langzeitblutzucker)

https://www.diabetesde.org/diabetes/diagnose/hba1c-wert

Oraler Glukosetoleranztest (OGTT)

https://www.diabetesde.org/diabetes/diagnose/glukosetoleranztest

Polyneuropathie

https://www.diabetesde.org/diabetes/folgeerkrankungen/polyneuropathie

Diabetisches Fußsyndrom

https://www.diabetesde.org/diabetes/folgeerkrankungen/diabetisches-fusssyndrom

Nierenversagen bei Diabetes

https://www.diabetesde.org/diabetes/folgeerkrankungen/niere

Albumin-Kreatinin-Ratio

https://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/a/Albumin-Kreatinin-Ratio.htm

Fructosamin

https://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/f/Fructosamin.htm

Transkript anzeigen

00:00:00: LaborInSight Folge Achtzehn, Sweet Things über die süßen Seiten des Lebens.

00:00:13: Hallo liebe Hörerinnen und Hörern herzlich willkommen zur achtzenden Folge unses Podcasts LaborInside.

00:00:20: mein Name ist Georg Engler ich bin von Beruf und Berufung seit über vierundzwanzig Jahren Labor Mediziner und ich darf euch hier für das Laborfachheitsteam etwas über Laborwerte erzählen Und mir gegenüber sieht

00:00:31: Felix Endler.

00:00:31: Ich bin Medizinstudent im letzten Studienjahr und absolviert das letzte Tercial meines klinisch-praktischen Jahres, und ich bin da in einer Haushaltspraxis in Niederösterreich tätig.

00:00:42: Doch zuvor wie immer die Werbung und Interessenkonflikte.

00:00:47: Dieser Podcast wird euch zur Verfügung gestellt von der Gruppenpraxis Labor SAT.

00:00:51: Wir sind eine Wienergruppenpraxis für Labormedizin und stolz darauf, unseren Kundinnen und Patientinnen das ganze Spektrum der Labordiagnostik anbieten zu können.

00:01:01: Das zu einer bestmöglichen Qualität und immer von Fachärsten kontrolliert und überwacht.

00:01:07: Und einer dieser Fachärste bin ich und ich verdiene auch hier meine Brötchen mit der Durchführung von Laborwerten.

00:01:14: Will ich Sie endlich entgegen?

00:01:15: Ich hingegen habe keinerlei Interessenskonflikte, verdien auch Nichts durchführen von der Portests.

00:01:22: Ich bekomme lediglich die Befunde meistens in der Praxis dann zum bewerten

00:01:27: und ich hoffe er wundert sich nicht so sehr darüber.

00:01:30: Werbung Ende Lieber Felix, heute reden wir bei süßen Seiten des Lebens über Blutzucker- und Diabetesdiagnostik etwas was du wahrscheinlich tagtäglich machst Und ich finde es extrem spannend!

00:01:44: Ich nehme an jeder der schon einmal eine Sache dort gegessen hat das ist ja quasi in Österreich Pflicht so dreißig bis vierzig bis fünfzig Gramm Blutzucker, bestenfalls minimal.

00:01:56: Wenn es ein kleines Stück war eingeworfen das wird relativ rasch reserviert.

00:02:01: trotzdem bleibt der Blutzuckerspiegel extrem konstant immer unter zweihundert

00:02:06: genau.

00:02:07: Das heißt der Bluzzuckerspiegel ist eine der am besten regulierten Systeme man muss sagen insgesamt im blut.

00:02:12: wenn wir so kurz hochrechnen haben fünf Liter bluter durchschnittliche Blutzugerspiegleicht bei circa einem Gramm pro Liter, das heißt wir haben circa fünf Gramm Blutzucker also Glucose im Blut.

00:02:23: Das heißt wenn man da plötzlich sechzig Gramm zuführt dann ist es schon eine gewisse Challenge.

00:02:28: aber es funktioniert klar gelost dass der Blutzugger neben zweihundert steigt.

00:02:32: ich finde das ganz faszinierend und Blutzucker ist natürlich ein Thema Vor allem wenn es um die Diabetes-Diagnostik geht.

00:02:40: Warum ist das wichtig?

00:02:41: Diabetes tut ja bekanntlich nicht weh,

00:02:43: macht aber auf lange Frist extreme Folgeschehen.

00:02:46: Wenn man jetzt Polyneuropathien sich anschaut oder Wohnteilungsstörungen, diabetisches Fußsyndrom,

00:02:51: Blindheit und natürlich auch das Nierenversagen.

00:02:55: Mittlerweile ist Diabetes eine der häufigsten Ursachen.

00:02:58: Warum muss so Dialysemus unter einer der häufigste Ursachen für die Erblindung von älteren Menschen?

00:03:04: Und das kann man natürlich vermeiden, wenn man entsprechend den Diabetes früh erkennt und auch behandelt.

00:03:11: Der Klassiker ist, man misst einfach den Blutzucker.

00:03:14: Genau!

00:03:14: Das machen wir bei so gut wie jeden Patienten in der jährlichen Vorsorgeuntersuchung beziehungsweise auch bei fast jeder Blutabnahme wird meistens der Blutzugger einmal mitbestimmt, sofern der Patient nüchtern ist.

00:03:27: Ja... Wenn der Patient Nüchtern ist sollte der Blitzucker unter Hundert sein.

00:03:34: Wir reden hier der Einfachheit halber von den traditionellen Einheiten, das sind Milligramm Protiziliter.

00:03:39: Das entspricht in Juppag-Einheiten sieben Millimol per Liter.

00:03:44: Das ist einmal vor dreißig Jahren noch mal vorgeschlagen worden und es hat sich bis heute nicht durchgesetzt.

00:03:48: Woher?

00:03:49: In Deutschland lustigerweise.

00:03:51: Gut!

00:03:52: Die Deutschen sind halt etwas falsch.

00:03:53: In Deutschland

00:03:53: ist das durchgesetzt, ich glaube sonst nirgends.

00:03:56: Und ich glaube wenn er DDR war, ist früher durchgesetzt.

00:03:59: aber die ist ja seit längerem Geschichte.

00:04:02: Wenn der Nüchternblutzucker über hundertsechsundzwanzig ist, hat der Patient einen Diabetes und der Hundert ist alles Bestens.

00:04:09: Und zwischen hundert- und hundertzechsund zwanzig... Ist meistens

00:04:12: so diese Grauzone

00:04:14: wo man das noch einmal kontrollieren sollte?

00:04:17: Und wann immer man einem Blutzucker bestimmt und er ist leicht erhöht, sollte man ihn auf jeden Fall nochmal kontrollieren.

00:04:24: warum auf das Wärme noch eingehen.

00:04:25: Beziehungsweise

00:04:26: erst den Patienten mal fragen ob er wirklich nüchternd war oder ob der Kaffee oder der Täter nur getrunken hat vor der Blutabnahme, wenn nicht noch mit vier Löffel Zucker verfeinert wurde.

00:04:38: Die zweite Möglichkeit ist man misst den Blutzucker irgendwann einmal und auch wenn er nicht nüchtern ist sollte er immer unter zwei Hundert liegen.

00:04:46: Wenn er darüber liegt und zwar mehrfach darüber dann spricht mir ebenfalls von einem Diabetes.

00:04:51: Und die dritte Möglichkeit ist, dass man testet den Patienten in dem ein Nüchtern lässt im Blutzugger gibt.

00:04:57: wie das genau geht werden wir noch besprechen nach einer und noch zwei Stunden den Blutzucker misst und schaut wie der Verlauf ist.

00:05:04: Die vierte Möglichkeit ist ein Langzeitzucker, das Hemoglobin A-NC,

00:05:09: d.h.,

00:05:09: der Blutzugart, deren Hemoglopin gebunden ist.

00:05:12: Wenn der erhöht ist dann hat der Patient langfristig deutlich erhöhte Blutzucherwerte.

00:05:17: D.h.

00:05:17: die Diagnose-Diabetes ist nicht ein Wert sondern eine Kombination von vielen Werten, die man zusammenschauen sollte.

00:05:25: Und entsprechend kann es durchaus sein dass Leute zweien normalen Nüchternblutzucker haben, aber schon ein leicht erhöhtes CRB oder einen pathologischen Kokosidoleranztest.

00:05:35: Wir sind in einem Labormedizin-Podcast und uns geht es auch darum die Frage wie messen wir?

00:05:40: Und was messen Ein Zymnames Hexokinase, das führt zu einer Farbänderung.

00:05:53: Diese Farbenänderungen können wir präzise messen.

00:05:55: Wir messen ca.

00:05:56: auf zwei Prozent genau.

00:05:58: Da gibt es recht wenig Störungen in der Analyse und wichtig ist aber auch dass Serum kommt aus der Wehne.

00:06:04: Das heißt wir messen die zellfreie Blutflüssigkeit in der Wehe.

00:06:08: Und wenn der Patient sozusagen hinkommt und da kriegt er einen Fingerstich – das kennen Sie alle von den Diabetikern!

00:06:14: Beziehungsweise in der Praxis messen wir auch meistens den Zucker-Direkt Kapille um direkt das Ergebnis

00:06:20: weiter

00:06:20: verwerten zu können.

00:06:21: Ein tolles Gerät, ein wunderbares System aber es misst etwas anderes.

00:06:26: Wir messen aus der Kapillare und vom Vollblut, d.h.

00:06:31: eine Mischung von rotem Blutkörperchen Und der Blutflüssigkeit.

00:06:35: In dem roten Blutkörperchen ist der Blutzug etwas anderes verteilt, also die muss da wieder korrigieren.

00:06:40: ich habe einen höheren Eiweißgehalt durch den roten bluten Körperchen und auch das muss sich korrigiren.

00:06:47: Ich habe hier eine Mischung aus Blut aus der Vene und aus der Arterie.

00:06:52: klar weil es in einer Kapillare ist.

00:06:54: Man muss dazusagen, wenn der Blutzucker irgendwie ansteigt.

00:06:57: Dann kommt der Blitzucker aus dem Darm in die Leber und geht über das arterielle System in die Peripherie.

00:07:02: Er wird dort aufgenommen.

00:07:04: Und Hartz-Fing hat die Artäre einen höheren Blutzuckerspiegel als die Wehne.

00:07:08: Da habe ich jetzt eine Mischung.

00:07:09: Und entsprechend ist auch die Schwankungsbreite bei meinem Testgerät am Finger bei zwanzig Prozent.

00:07:15: Das heißt, wenn ich den Diabetes genau bestimmen möchte oder Bestimmen möchte ob jemand Diabetes hat, dann muss sich das immer noch aus der Wehnung kontrollieren.

00:07:24: Bei einem Blutzucker von hundert kann das sein, der Patient hat Achtzig und ist völlig gesund oder hat Hundertzwanzig.

00:07:30: Dann ist er schon ganz schön krank.

00:07:32: Das heißt irgendwo in diesem Bereich bewege ich mich.

00:07:35: Und das ist wichtig auch die Einschränkungen sozusagen der verschiedenen Tests zu kennen.

00:07:40: Was kann denn so alles schief gehen?

00:07:42: Natürlich... Am

00:07:45: Finger ist so der Klassiker, dass vorher Handcremien oder sonstiges aufgetragen wird.

00:07:51: Klassika wäre halt irgendwie eine honighältige Handcreme.

00:07:54: oder auch manche Handcrims haben auch so Zuckerverbindungen drin.

00:07:58: Die vermischt sich eben bei der kapileeren Blutabnahme mit Blutztropfen, auch wenn man einmal mit dem Alkoholtupfer drüber fährt werden die oft nicht komplett rückstandslos entfernt, folglich mäßig mit dem Blutzucker Messgerät dann den Zuckergehalt vom Blut vermischt mit Honenkantcreme.

00:08:15: Der ist dann meistens deutlich erhöht.

00:08:19: Da hilft es immer zu fragen das man denken sollte.

00:08:23: Beziehungsweise was auch immer ganz sinnvoll ist in so einem Fall einfach eine Venöseblutabnahme zu machen.

00:08:29: gleich mal nüchtern blutzucker habe ich einen C dazu zu messen Und wenn ich da jetzt eine Abweichung von über fünfzig habe, ist es ganz klar das wird irgendein Messartefakt gewesen sein oder auch ein magelhafter Teststreifen womöglich.

00:08:44: Weil die Geräte sind nicht extrem genau.

00:08:47: Gut und wichtig ist, wenn ich aus der Wiener Blut abnehme sollte das Blut innerhalb von vier Stunden entweder im Labor sein oder zumindest zentrifugiert sein.

00:08:55: warum?

00:08:56: der Blutzucker sinkt in dem Röhrchen bei Raumtemperatur circa sieben Prozent pro Stunde.

00:09:01: Das heißt, wenn das Röhrchen über Nacht steht ist jeder Diabetiker plötzlich geheilt weil dann ist er Blutzucker wieder in Ordnung.

00:09:08: Weil die roten Blutkörperchen den Blutzucher weiterfressen.

00:09:11: Wie schaut es eigentlich bei den grauen Natriumfluoridröhrichen aus?

00:09:14: Da ist es stabil!

00:09:16: Wenn man einen Lukusestabilisator hineingebt.

00:09:18: bei grauen natriumfluori- röhr'n kann man das Blut sieben Tage per Rom dem Perotostehen lassen vorbei.

00:09:23: Dann ist es immer die Frage Ganz kurz, was bedeutet Nüchtern sein?

00:09:28: Wir haben uns ähnlich darauf geeinigt.

00:09:29: Das bedeutet zwölf Stunden nichts essen, nichts trinken.

00:09:33: Wasser ist erlaubt bitte auch kein Kaffee und idealerweise bis zwei Stunden vor Blutabnahmen nicht rauchen.

00:09:41: Man muss ein bisschen aufpassen.

00:09:42: wenn der Patient sehr lange nüchtern ist dann steigt wieder der Blutzuckerwert aber auch die Werte der Triglyceride weil irgendwann einmal greift der Körper den körper eigenen Reserven an und bildet selbst blutzucker weil er ihn weiter braucht Und damit steigt der Blutzucker wieder.

00:09:57: Das heißt, Patienten ab sechzehn Stunden Nahrungskarenz sind dann oft auch mit leicht erhöhten Blutzuckern werden.

00:10:07: In der Früh ist der Wert etwas höher als gegen Mittag einfach aufgrund dessen weil in der Früh das Quartisol vom Morgen etwas wirkt und es wirkt eher blutzuckersteigern.

00:10:16: Aber individuell kann der Blitzucker natürlich auch um fünfzehn Prozent schwanken.

00:10:20: Man sollte das auch einmal mit einer gewissen Großzügigkeit sehen.

00:10:25: Bei Stress und bei Infektionen steigt der Blutzucker.

00:10:28: Das heißt, wenn der Patient eine Stressreaktion hat sich fürchterlich aufgeregt hat gerade irgendwo oder hergelaufen ist dann steckt er quasi soll Spiegel unter Blutzuckern genauso wie wenn der Patienten einen Infekt hat.

00:10:40: Deswegen blutzucker, wenn er grenzwertig ist immer kontrollieren.

00:10:45: Und der nächste Wert ist mehr oder weniger der Langzeitzucker den wir messen an sich ausgezeichnet funktioniert und sehr präzise ist, da messen wir wie viel von dem Blutzucker bei erhöhtem Blutzuckerspiegel lagert sich durch die Glucose an das endterminale Valin der Beta-Kette des Hemoglobin

00:11:03: A.I.,

00:11:04: Das muss man jetzt nicht wissen, dass es das Lager hat sich die Glukose an und bleibt so lange im roten Blutköppchen bis der Erdorzelt abgebaut wird also bis zu hundertachtzig Tagen.

00:11:15: Der große Vorteil daran dass der mehr oder weniger Lebensstil unabhängig, kann man fast sagen ist.

00:11:22: Natürlich wenn ein Patient jeden Tag große Mengen Zucker zu sich nimmt wird er auch erhöht werden.

00:11:27: aber grundsätzlich bringt es da auch nichts, wenn die Patienten sich dann zwei Wochen vor der Blutabnahme denken, zwei Wochen vorher näher ich mich jetzt mal gesund ausnahmsweise damit die Laborwerte schön sind bringt leider nichts.

00:11:39: Grundsätzlich man muss aufpassen.

00:11:41: welche Limitationen habe ich beim HBNC?

00:11:44: Bleiben Sie wie möglich Ihrem Labor treu.

00:11:46: Im Labor ist es extrem präzise, aber zwischen den Labors kannst du auch um Null, fünf Prozent schwanken.

00:11:52: Wenn man sagt ein HBN-C von unter sechs ist in Ordnung oder auf fünf, sieben ist in ordnung und über sechs, fünf ist bereits Diabetes dann bin ich da schon in einer gewissen Schwankungsbreite.

00:12:03: Und wenn der Patient sehr rasch eine Erythrozyten-Turnover hat das ist in der Schwangerschaft oder wenn er Hemolyse hat dann ist das HBNC falsch niedrig.

00:12:11: Ganz selten einmal im Monat können wir das H-B-N-C nicht messen, wenn der Patient irgendeine kinetische Variante hat.

00:12:17: Der hat einfach kein HWR eins, die am meisten seine Hemoglobinapartie.

00:12:22: Da gibt es Alternativen, dass da sogenannte Fructosamine, dass man stattdessen messen kann.

00:12:27: Die dritte Variante, die sehr gerne gemacht wird, aber die eine ziemliche Quellerei – es ist der orale Glocose-Doleranztest – den muss man immer mit einer gewissen Vorsicht interpretieren.

00:12:38: Wenn man ihn wiederholt, ergeben vierzig Prozent der O-GTTs andere Werte.

00:12:42: Das heißt, er hat eine enorme Variabilität einfach weil er so viele verschiedene Variablen hat.

00:12:47: Sozusagen vorher sollte ich mich drei Tage Kohlenhydratreiche ernähren und nicht Kohlenhydratarm, weil dann schafft jeder den O- GTT zwölf Stunden nüchtern sein.

00:12:56: Dann kommt es zu einer Blutabnahme.

00:12:58: da muss der Patient seventy fünf Gramm Glucose oder das ist meistens ein ziemliches ekeliges Zuckerwasser relativ rasch trinken Und dann kommt es zu einer Blutabnahme nach hundertzwanzig Minuten bei Schwangeren auch nach einer Stunde.

00:13:11: Beziehungsweise jetzt empfiehlt man das auch, bei manchen Grenzfällen nach einer Stundenberät zu messen und dann gibt es Referenzwerte.

00:13:20: kann man genau sagen wenn der Wert nach Hundertzwanzig Minuten unter Hundertvierzig ist, dann ist der Patient normal.

00:13:27: Bei Schwangerern ist ein bisschen anders.

00:13:29: da sind etwas kritischere Werte.

00:13:32: Und wenn der Patient eine Glucositoleranz hat, dann ist es irgendwo nach zwei Stunden zwischen hundertvierzig und hundredneunzig bzw.

00:13:39: überhundertneunzig.

00:13:40: sagt man das ist dann ein Diabetes.

00:13:42: Vorsicht!

00:13:43: Das ergibt meistens andere Werte,

00:13:45: d.h.,

00:13:45: die können noch einen normalen Blutzuckerspiegel haben, haben aber schon einen pathologischen OGTD.

00:13:50: Und der OGTT selbst kann schwanken.

00:13:52: D.h.

00:13:52: wenn der patient eine Infektion hat, hat er wahrscheinlich auch einen pathologistischen OGGT.

00:13:59: Somit sollte man die eigentlich nie machen, wenn jetzt Infektionszuerkankungen oder Postinfektionen geschehen sind.

00:14:06: Und eine Bitte an alle Ärzte!

00:14:08: Ein OGTT bedeutet einen ganzen Vormittag herum sitzen, dreimal gestochen werden, nicht und sein sich drei Tage vorher quälen.

00:14:16: das ist kein Spaß Und das ist jetzt nichts, wofür ein Patient Vergnügung Steuern zahlen würde.

00:14:22: Bitte seien Sie etwas weniger groß zu gehen vor allem wenn sie schon wissen dass der Patient an Diabetes hat weil noch süßer wird er nicht auch mit einem OGTT.

00:14:32: Ich hätte noch eine Frage weil es kursieren so diverseste Meinungen.

00:14:36: beim OGTT darf man ja grundsätzlich Wasser trinken oder?

00:14:40: Man darf Wasser trinken bis zu einer gewissen Menge natürlich.

00:14:42: Wenn einer vier Liter Wasser tringt dann hat das auch Auswirkungen.

00:14:46: Man muss aufpassen, der Patient sollte natürlich auch keine Medikamente nehmen.

00:14:51: Und wir haben sehr viele Patienten, die jetzt GLP-I-Agonisten nehmen also die berühmten Schlankheitsspritzen.

00:14:59: Die sollte man zumindest zwei Wochen vorher pausieren weil damit die Magenreserption gehemmt wird und der Patient einfach langsam aus seinen Blutzucker aufnimmt und dann ist der OGTD falsch negativ Genauso.

00:15:13: Diabetes-Medikamente stören mit den UGTT Stress, Bewegung während der Behandlung auch.

00:15:19: Das ist nicht ganz einfach Beschwangerin.

00:15:21: Wobei

00:15:21: man ja auch sagen muss, wenn der Patient schon Diabetes Medikamente nimmt, ist jetzt die Frage was ein UGTD einen Aussage bringt?

00:15:31: Außer hat der persönliche Neugier des Arztes zu befriedigen meistens nichts!

00:15:36: Und es gibt ganz selten Fälle, aber gar nicht so selten bei jungen Frauen.

00:15:40: Das sind die sogenannten Flat-Körf-OGTT.

00:15:44: Da steigt der Blut sogar nach einer und zwei Stunden einfach nicht an.

00:15:47: Der ist mehr oder weniger immer konstant behundert, obwohl sie Plukose genommen haben.

00:15:51: Bitte, das ist völlig normal!

00:15:53: Und bitte schauen Sie mich bei Dr.

00:15:55: Kugelnach.

00:15:55: Das ist sicher kein Insulinom.

00:15:58: Es gibt ihm ja vier Insulinome und die werden alle symptomatisch in Österreich.

00:16:03: Und Flettkörf-OGTT sind gerade bei jungen Frauen gar nicht so selten, wenn die sehr sportlich sind und eine gute Insulinwirkung haben.

00:16:12: Also wir haben jede Menge Restriktionen beim OGTT und jede Menge Störfaktoren.

00:16:17: das bedeutet aber auch bei vierzig Prozent aller OGTTs gibt es irgendeinen Störffaktor der uns das Ergebnis wahrscheinlich beeinflusst und deswegen haben wir fast bei einem Drittel der OGTT ist, wenn wir das wirklich wiederholen andere Ergebnisse.

00:16:31: Das heißt, das ist ein Test, den man vielleicht mit ein bisschen Vorsicht interpretiert und auch nicht ganz so großzügig verwenden sollte.

00:16:40: Bei der Diabetesdiagnostik ist immer die Frage hat der Patient zu viel oder zu wenig Insulin?

00:16:46: Dass man kann auch Insulin bestimmen beziehungsweise sinnvoller ist, dass das Abo Produkt des Insulins zu bestimmen, das Zepäptit.

00:16:53: Warum damit messe ich nur das Insulin, dass die Bauspecheltrüse aussehendet?

00:16:57: Und es ist etwas stabiles, dass Insulin das Schwank relativ stark.

00:17:02: Beziehungsweise wenn man sozusagen ausschließen möchte, dass der Patient eine Autoimmunerkrankung.

00:17:08: Der Bauchspeicheldurist hat einen Typ I Diabetes kann man auch diese berühmten Diabetes autoantikörper bestimmen.

00:17:14: das reicht ebenfalls einmal im Leben weil wenn die negativ sind dann ist es vermutlich kein klassische Automunerkranken sondern etwas anderes.

00:17:24: und Das war schon wieder für heute.

00:17:27: was möchten wir euch mitgeben an kritischen Werten?

00:17:30: wann sollte man nervös werden?

00:17:32: Wann wirst du nervös bei einem Blutzucker unter fünfzig?

00:17:35: Unter fünfzig.

00:17:36: Beziehungsweise schaue ich mir auch immer den Patienten dazu an, also wenn der vor mir sitzt und er sagt ihm geht es völlig gut mit dem Zucker von fünfzig hinterfrage ich mal mein Messgerät ein bisschen.

00:17:46: aber die meisten mit Überglückung kriegen das mit und zeigen das am meisten sehr deutlich lässt sich allerdings sehr leicht behandeln.

00:17:54: Also wirklich nervös.

00:17:56: Erst ist es gefährlich, wird's erst ab vierhundert.

00:17:58: Ab so hundertfünfzig schauen wir mal, wo die Ursache ist.

00:18:03: Weil der Patient wirklich nüchtern, müssen wir jetzt mit einer Diabetestherapie anfangen.

00:18:08: Aber wie gesagt, eine gefährliche Kattaufliegt erst über vierhundert.

00:18:11: Bewerten unter fünfzig?

00:18:13: Seine Hypoklykämie bewerten über vierhundert?

00:18:15: Ist das eine Hypokrykämiede, die man auf jeden Fall rasch behandeln sollte?

00:18:21: Take Home Message.

00:18:22: was möchten wir euch mitgeben?

00:18:23: Blutzuckerspiegel schwanken.

00:18:25: Das heißt, wenn es um die Frage geht, Diabetes ja oder nein?

00:18:28: Bitte eine zweite Kontrolle!

00:18:30: Es kann durchaus jetzt sozusagen ein akuter Faktor sein, wenn die Werte nicht sowieso eindeutig sind, wenn sie knapp über den Grenzwerten sind.

00:18:39: Punkt zwei der OGTT ist sehr fehleranfällig und ändert sich oft unter.

00:18:44: auch eine ziemliche Quellerei für den Patienten.

00:18:47: vielleicht muss die nicht jeder Patient immer haben... Was haben wir noch?

00:18:51: Hab ich einen C?

00:18:52: Abends ist ein toller Mathe.

00:18:54: Super zum

00:18:54: Langzeitverlaufbestimmen, auch kann man damit zu circa die letzten drei Monate des Patienten widerspiegeln.

00:19:02: recht schön.

00:19:04: Vorsicht bei der Kokosibestimmung bei Patienten, die extrem lange nüchtern sind oder einen Infekt haben.

00:19:09: da ist auch eine Einschränkung und eine kurze Werbeeinschaltung.

00:19:14: Bei Diabeterkern ist es immer kritisch die Niere zu testen.

00:19:17: Das testen wir nicht nur mit dem Kreatinin, sondern auch mit der Albumin-Kreatininratie im Hahn.

00:19:22: Da reicht ein spontaner Handbecher.

00:19:25: Vor allem die Frühschädigung der Niere erkennt man an einer pathologischen Album in Kreatinenratia und da ist das Kreatininn noch in Ordnung.

00:19:32: Und das wird doch viel zu wenig angefordert!

00:19:35: Ich glaube bei uns sind das nur zwei Prozent der Diabetiker, wo das wirklich regelmäßig einmal mehr kontrolliert.

00:19:41: Wir fordern es bei fast jeden Diabetikern?

00:19:45: Vielleicht

00:19:45: sind wir die ein bis zwei Prozent

00:19:48: besser.

00:19:48: Ihr seid deutlich besser als der Schnitt und ist hoffentlich im Steigen und wir hoffen dass das auch bald sozusagen flächendeckend eingesetzt wird.

00:19:58: Das ist eine ganz einfache Test und hilft wirklich die Nieren schäden früh zu erkennen dagegen was zu tun.

00:20:05: Das war es schon wieder für heute.

00:20:07: und zum Abschluss haben wir noch eine Bitte.

00:20:09: Wenn euch der Podcast gefällt, freue ich mich wenn ihr uns folgt und über eine positive Bewertung auf einer Podcastplattform eurer Wahl.

00:20:16: damit helft uns die Sichtbarkeit des Podcasts zu verbessern.

00:20:19: Und wenn euch der podcast nicht gefallen hat dann

00:20:21: empfehle ich dir mal besten irgendetwas den ihr nicht möcht.

00:20:24: Damit ist uns auch sehr gut geholfen und euch auch

00:20:27: natürlich!

00:20:29: Wir Labor Mediziner wissen immer alles besser aber natürlich bei Weiten nicht alles.

00:20:34: Wir freuen uns natürlich auch über Feedback- und Verbesserungsvorschläge.

00:20:37: Bitte per E-Mail an fortbildung etlabours.at, genauso wie Themenvorschläge für neue Folgen zum Thema Labormedizin.

00:20:46: Und wir bemühen uns natürlich den aktuellen Stand der Wissenschaft möglichst objektiv zu präsentieren – das bedeutet auch, dass wir versuchen Fakten und Meinungen zu trennen oder persönliche Meinungen zur Kenntzeichnung.

00:20:57: Aber es ist so Wissenschaft, Beuterversuch und Irrtum Und ändert sich natürlich im Laufe der Zeit.

00:21:04: Gott sei Dank, man macht eine Diabetesdiagnostik nicht mehr indem er den Hahn gekostet hat wie vor hundertfünfzig Jahren bis einem Chemiker dem Herrn Felling so gegrauszt hat das einen Test dafür entwickelt hat sondern mittlerweile gibt es präzise chemische Tests.

00:21:18: oder so wie es die alten Griechen diagnostiziert haben, die haben einfach geschaut wo die meisten Bienen hinfliegen wenn jemand einmal kurz in ein Busch pinkelt.

00:21:27: Mittlerweile sind wir da etwas früher in der Diagnostika.

00:21:30: Aber beachtet auch bitte, wie.

00:21:32: Labormediziner haben ein etwas einfacherer Sicht auf die Welt.

00:21:36: Unsere Patienten haben schließlich nur sechzehn Millimeter Durchmesser und sind ein Blutröhrchen daher.

00:21:41: Und das haben wir auch auf Empfehlung unserer Anwälte drinnen.

00:21:45: Bitte beachtet!

00:21:46: Dieser Podcast richtet sich an medizinisches Fachpersonal und kann natürlich nicht ein Gespräch mit eurer Hausärztin oder einem Haushaltsersetzen.

00:21:54: Der kennt euch seit Jahren und nicht nur aufgrund eines Laborwerts sondern als ganzen Menschen Und wir danken euch für eure Aufmerksamkeit und fürs Zuhören.

00:22:03: Und danke auch an Lukas Schweizer für Schneiden, die Nachbearbeitung und das Entfernen der zahlreichen Versprecher meinerseits – und für die Musik!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.