Folge 14 Some Like it Hot - Entzündungsmarker in der Praxis
Shownotes
In dieser Folge tauchen wir tief in die Welt der Entzündungsmarker ein – von klassischen Laborwerten wie CRP und Blutsenkung bis hin zu modernen Schnelltests und irreführenden Mythen. Gemeinsam diskutieren wir, wie man bakterielle von viralen Infekten in der Praxis zuverlässig unterscheidet, wann Laborwerte wirklich helfen und wo ihre Grenzen liegen. Wir zeigen, wie Ärzte mit modernen Point-of-Care-Tests gezielt Antibiotika einsparen und warum nicht jeder erhöhte Wert automatisch Alarm bedeutet. Natürlich teilen wir auch persönliche Erfahrungen, kleine Anekdoten und praktische Tipps für den Alltag. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie Laborwissen den Unterschied zwischen Überdiagnose und gezielter Therapie macht!
C-reaktives Protein (CRP)
https://de.wikipedia.org/wiki/C-reaktives_Protein
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutsenkungsgeschwindigkeit
Leukozyten
https://flexikon.doccheck.com/de/Leukozyt
Procalcitonin
https://de.wikipedia.org/wiki/Procalcitonin
Interleukin-6
https://de.wikipedia.org/wiki/Interleukin-6
Antibiotikaresistenz
https://de.wikipedia.org/wiki/Antibiotikaresistenz
Point-of-Care-Testing
https://de.wikipedia.org/wiki/Point-of-Care-Testing
Labors.at
MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)
https://de.wikipedia.org/wiki/Methicillin-resistenterStaphylococcusaureus
Autoimmunerkrankung
Transkript anzeigen
00:00:00: Labor Insight, Folge Vierzehn.
00:00:10: Sam like it hot?
00:00:11: Entzündungsmarke in der Praxis.
00:00:14: Hallo liebe Hörerinnen und Hörern herzlich willkommen zur neuen Folge unseres Podcasts Labor Insights.
00:00:19: Mein Name ist Georg Endler.
00:00:20: ich bin vom Beruf und Berufung seit über vierundzwanzig Jahren Labor Mediziner Und ich darf euch hier diesen Podcast für das Labor Insait die fachärzte Team etwas über Labor weiter erzählen und mir gegenüber sitzt
00:00:32: Felix Entler, hallo.
00:00:34: Ich bin Medizinstudent und absolviert derzeit das letzte Tertial meines klinisch-praktischen Jahres in einer Haushaltspraxis in Niederösterreich.
00:00:43: Und wir werden gemeinsam heute über Entzündungsmarker plaudern und die praktische Anwendung.
00:00:48: Wir freuen uns schon drauf!
00:00:50: Zuvor eine kleine Werbung und Interessenskonflikte.
00:00:53: Dieser Podcast wird euch zur Verfügung gestellt von der Gruppenpraxis Laboursaté, einer Wiener Gruppen Praxis für Labormedizin Und wir sind stolz darauf, unseren Kundinnen und Patienten das ganze Spektrum der Labordiagnostik anbieten zu können zu einer bestmöglichen Qualität.
00:01:08: Und als Facharzt in diesem Labor verdiene auch ich meine Brötchen hier mit der Durchführung von Laborwerten.
00:01:13: Werbungende!
00:01:16: Einen wunderschönen guten Abend lieber Felix.
00:01:19: Die auch einen guten Abend.
00:01:21: Heute reden wir über etwas, das du wahrscheinlich im Studium in der Pathologie mindestens fünfzehnmal lernen musstest.
00:01:28: Die Entzündung beziehungsweise die markatste Entzünnung, die kennst du ja bereits?
00:01:33: Das sind diese fünf berühmten Säulen, die jeder Medizinstudent wahrscheinlich im dritten Semester eingeprügelt bekommen.
00:01:39: Am ersten schon!
00:01:42: Bei uns war es erst dem dritten... Aber
00:01:43: bei uns war's schon am ersten.
00:01:43: Das wurde die klassischen Rubarkaler, Dolor, Funktionsleser und Tumor
00:01:49: Also Rötung, Entzündung, Schmerzen, eingeschränkte Funktion und Schwellung.
00:01:54: Das bedeutet in diesem Fall Schwellungen.
00:01:57: Und Entzünnung ist ein ganz zentraler Prozess im Körper.
00:02:00: natürlich bei vielen Erkrankungen vor allem Infektionen haben wir entzündungsreaktionen und der Klassiker ist dann natürlich Fieber.
00:02:07: aber auch bei jeder Umbaufunktion wenn immer irgendetwas Neues entsteht es steht doch eine kleine Entzückungsreaction und ohne Entzünden gibt es beispielsweise auch keine Wuntheilung.
00:02:18: Das heißt, wenn man sich verletzt, dass das wieder zusammenwächst ist es auch natürlich eine im kleinen physiologische Entzündungsreaktion die natürlich so gehört.
00:02:28: Wir reden eigentlich darüber woran erkenne ich Entzindungen in der Praxis?
00:02:32: und der älterste Marker den kennen wir schon seit hundert Jahren ist natürlich das Fieber.
00:02:37: Es steigt die Temperatur durch die Entzüdungsmarker.
00:02:40: Das ist eine Reaktion des Immunsystems vor allem über sogenannte Botenstoffe, die Zytokine.
00:02:45: Und da ist vor allem Interleukin-Sex und Interleukein-I Relevanz, die das Fieber verursachen und sie damit die Temperatur erhöhen.
00:02:53: Im Labor tun wir uns da etwas leichter.
00:02:56: Wir haben natürlich auch Entzündungsmarker und die helfen uns in sehr vielen Fällen weiter.
00:03:01: Welche Marker können wir messen?
00:03:02: Wir haben jetzt das klassische Blutbild wiederweist
00:03:05: Genau, dann haben wir die Leukarzyten, die mal der Hauptentzündungsmarker sind Dann noch diverse Blutzellen.
00:03:10: Da kennst du dich wahrscheinlich besser aus.
00:03:13: Über die wollen wir ganz kurz plaudern.
00:03:15: Das Blutbild ist ein wunderbarer Marker, der sehr rasch reagiertab auch sehr unspezifisch ist.
00:03:21: Wenn man in den zweiten Stock steigt über die Stiege nicht über den Lift natürlich dann steigen auch die Leukoziden um zwanzig Prozent und vor allem auch die Neutrophilenkranolozitten.
00:03:30: das sind die Marken, die man sonst klassischerweise mit einer bakterischen Entzündung assoziert.
00:03:35: also bei einer Bakterienentzündungen haben wir typischerweise eine Neutrophylle d.h.
00:03:39: sehr hohe Neutrofilekranolozyten.
00:03:42: Auch hier gilt, so wie beim Roten Blutbild vergessen Sie bitte die Prozentwerte.
00:03:47: Schauen sie immer auf die Absolutwerte!
00:03:49: Die Prozentwertes sind eine historische Altglas, mit uns schleppen, die wir eigentlich abschaffen sollten.
00:03:55: am Befund und bei Viruserkrankungen oder viralen Infekten steigen typischerweise die Lymphozyten.
00:04:02: Das heißt üblicherweise habe ich dann eine Lymphocytose und damit habe ich einen ersten Hinweis wo ich das unterscheiden kann.
00:04:09: in der Praxis ist es leider nicht ganz so Weil üblicherweise beginnt die Entzündung mit einem Anstieg der Neutrophilen, dann kommen die Lymphozyten.
00:04:17: Da ist die Entziehung etwas weiter fortgeschritten auch wenn sie bakteriell ist und am Ende kommen dann Eosinophile.
00:04:23: Das ist in der Praxis des Blutbildes leider sehr unspezifisch und sehr variabel.
00:04:28: Jeder Raucher hat erhöhte Neutrofilenwerte und jede Schwangere auch.
00:04:32: Genau!
00:04:33: Das heißt nicht unbedingt das Rauchen ist wahrscheinlich nicht gesund aber das ist jetzt kein Mark einer akuten Entzindung.
00:04:40: was messen wir noch?
00:04:41: Wir messen natürlich auch noch klassische Marker, das ist die Blutsenkung.
00:04:46: Weißt du was bei der Blutserkung passiert Felix?
00:04:48: Ja
00:04:49: natürlich!
00:04:49: Also grundsätzlich wird da einfach das Blut in Edithiaviollen.
00:04:53: also wir machen es in der Praxis noch so dass wir die... Manuell auslesen, ihr macht das im Labor automatisch einfach für eine gewisse Zeit hinstellen und schauen wie schnell um wie viele Millimeter sich die Erythrozyten absenken.
00:05:04: Und anhand dieser Geschwindigkeit kann man immer auf Entzündungen hindeuten.
00:05:08: Ist allerdings relativ unspezifisch.
00:05:10: wir wissen wirklich Sinn.
00:05:12: macht es hauptsächlich meines Wissens bei orematischen Erkrankungen?
00:05:15: Richtig
00:05:16: also die Blutsenkung ist ein sehr spannender Teil.
00:05:20: Wenn eine Entzündung vorherstern, aggregieren dann hängen sich die roten Blutkörperchen zusammen im Blut und bilden sogenannte Geldrollen.
00:05:28: Das heißt sie hängen zusammen und diese Zellkomplexe sinken etwas rascher ab unter der Schwerkraft wenn man das Blut stehen lässt.
00:05:36: Das ist bereits seit den Eightzeinneunzigern in etwa bekannt Und lustigerweise wissen wir bis heute nicht warum das so ist.
00:05:45: Aber wir können es messen.
00:05:46: Und seit den zwanziger Jahren hat ein gewisser Herr Westgren die geniale Idee gehabt, hinter das Blutröhrchen aus Glas einen Millimeter Papier zu hängen oder ein Lineal und einfach zu schauen wie weit die roten Blutköppchen absinken.
00:06:00: nach einer und nach zwei Stunden sind die berühmten Einen- und Zwei-Stunden Werte, die man messen kann.
00:06:05: Heute haben wir das Problem gerade bei der Blutsenkung.
00:06:08: die ist relativ sensibel reagiert auf Virusinfekte und Bakteriellenfekte, aber auch auf rheumatische Erkrankungen.
00:06:15: Dort ist ja eigentlich die Domäne dieser Blutsenkung, weil da sind ganz typisch auch rheumantische Erkrankungshintenzündungen.
00:06:22: also das kann Gelenksräumer sein oder es kann etwas anders sein als eine Autoimmunerkrankung.
00:06:27: Da ist typischerweise das zähreaktive Protein der klassischen Anzündungsmarkt nicht sehr erhöht, aber die Blutsenkung deutlich erhöht.
00:06:35: Dafür ist die Blutsenkung nach wie vor von Bedeutung.
00:06:38: In der Praxis ist das eher was Historisches und Vorsicht, bei jeder Blutarmut und bei jedem Tumor ist natürlich auch die Blutzenkung erhöht.
00:06:47: Das heißt es ist nicht unbedingt ein Erkrankungsmarker.
00:06:51: Es gibt doch Leute, die haben jahrelang eine erhöhte Blutsenkung und sind völlig gesund.
00:06:55: Die haben das einfach!
00:06:57: Deine Großmutter hat übrigens das auch und ist doch über Achtzig geworden.
00:07:02: Der zweite wichtige Marker und den man heute misst, ist der Tablutsenkung.
00:07:06: Man misst das sogenannte C-reaktive Protein.
00:07:09: Das ist ein ganz spannendes Protein, das in der Leber synthetisiert wird als Reaktion auf eine allgemeine Entzündung, also Reaktions auf diese Botenstoffe die weißem Blutkörpchen aussendet.
00:07:20: vor allem das Interleken VI induziert das CRP, das C-Reaktive protein.
00:07:24: Da steigt mit einer gewissen Verzögerung an es aber dafür sehr einfach und sehr billig zu messen.
00:07:30: Und zähreaktives Protein ist ein wunderbarer Marker.
00:07:33: Vor allem kann man damit sehr gut unterscheiden, ob das ein Virusinfekt ist oder eine bakterielle Entzündung.
00:07:39: Bei einem Virusinfekte steigt das Zähre aktive Protein kaum – es ist noch leicht erhöht.
00:07:44: Wenn er das bei Bakteriellenentzündungen sehr stark ansteckt, oft wert über fünfzig sind klare Hinweise auf eine Bakterielentzünnung.
00:07:52: Einzige Ausnahme sind Infektionen mit Masernviren, aber die erkennt man ja dass der Patient dann leicht gepflegt ist wenn er vor einem steht.
00:08:01: Soll dann sich seltener vorkommen?
00:08:04: Mittlerweile doch leider wieder häufiger.
00:08:06: also Masern sind die einzigen Viren die auch erhöhtes CRB machen.
00:08:11: Aber ein zireaktives Protein über fünfzig ist für den Hausarzt ein ganz klares Zeichen oh je ich brauche wahrscheinlich Antibiotika.
00:08:20: genau das ist Hauptsächlich die Schnellabklärung mittels Schnelltestgeräte, wo man dann bei gerade fiebernden Patienten ... Wo man sich nicht ganz sicher ist, dass der Bakteriel viral braucht.
00:08:30: Wir brauchen wirklich ein Antibiotikum von fünf Minuten circa da und rausfinden CRB.
00:08:36: jetzt wenn es um die zehn ist kann man sagen das ist viral ziemlich sicher.
00:08:40: ab so zwanzig dreißig vierzig aufwärts bis man das geht wahrscheinlich eh in die Bakterielle Richtung oder der Patient wird einen Antibiatrikum brauchen.
00:08:49: Warum mache ich Werbung für diese Point-of-Cartes?
00:08:52: Damit könnte man bis zu vierzig Prozent der Antibiotika einsparen.
00:08:56: Und wir wissen ja alle, bei einem Virusinfekt helfen Antibiotika eigentlich gar nicht und führen allerdings damit zu erhöhten Resistenzen wenn man unnötig Antibiatiker verteilt das dann eher resistente Bakterien entstehen.
00:09:10: Das ist etwas was nicht ganz ungefährlich ist.
00:09:13: Antibbiotika haben auch Nebenwirkungen.
00:09:15: Das ist auch das große Problem.
00:09:17: Je leichter zu gehen, die Antibiotika sind in einem Land, desto mehr resistente Bakterien gibt es und desto größer sind die Probleme damit.
00:09:25: Ganz beliebt dieses in Griechenland.
00:09:27: nach zwei Tagen im Spital kann man damit rechnen dass wir mit einem multiresistenten Keime einen medizinresistenten Staphylocosaurius einem MRSA heimkommen und das ist etwas was relativ unangenehm ist weil man dann mit extrem Unangenehm Antibiotika-Kombinationen.
00:09:42: Ich glaube in
00:09:42: Griechen, dann kriegt man das Antibiotikum sogar in der Apothekerrezeptfrei.
00:09:46: Richtig!
00:09:46: Je nach Apotheka abhängiger war.
00:09:48: ich glaube wenn man lieber und ich will und zahlt hat man es recht schnell.
00:09:54: Und das gibt natürlich auch diese Probleme.
00:09:57: Das heißt ich kann mit einem CRP Schnelltest sehr einfach zwischen Bakterien und Veral unterscheiden und damit sozusagen gezielt in der Praxis Antibiotika einsparen.
00:10:07: Das lässt
00:10:07: sich auch sehr gut einsetzen, wenn die Patienten vor allem sitzen und sagen sie brauchen unbedingt das Antibiotikum weil sie das immer oder warum auch immer haben wollen und man dann zeigen kann
00:10:18: schauen Sie
00:10:19: CRP unter drei wird nichts bringen ist ein Virusinfekt und dass man die Patienten jetzt auch obwohl man es selbst oft in der Untersuchung schon gemerkt hat mit dem Wissen heimgehen lassen kann, dass man sich das genau angeschaut hat und dass sie das auch selbst gesehen haben.
00:10:34: Und dann sehen Sie es meistens auch ein oder gehen zu einem anderen Arzt?
00:10:38: Gut!
00:10:39: Natürlich bei jedem Test muss man die Limitationen kennen.
00:10:42: Das zähreaktive Protein wird bei Frühgeborenen noch nicht gebildet.
00:10:46: D.h.,
00:10:47: bei Frühgeborenen muss ich andere Tests nehmen wenn ich den Verdacht habe, dass die eine Entzündung haben.
00:10:52: Gerade bei Früh-Geborene sind diese Selbstfälle extrem gefährlich.
00:10:56: Das zweite, was man auch bedenken muss, CRP braucht um die vierundzwanzig Stunden bis es ansteigt nach einer Entzündung.
00:11:03: Es gibt in der Praxis sehr selten akute Lungenentzündungen, die so rasch auftreten, dass das CRP noch negativ ist und den Patient geht, das ist auch dreckig.
00:11:12: Nach vierund zwanzig Sturm sollte es auf jeden Fall ansteigen.
00:11:15: Wobei
00:11:15: da wird uns auch eine klinische Untersuchung bemerken.
00:11:18: Das merkt man sehr stark in der klinischen Untersuchung.
00:11:22: Hier gibt es einige neuere Marker, die ein bisschen schneller ansteigen.
00:11:26: CRP steigt natürlich auch bei jeder Operation sowie der Entzündungsmarker.
00:11:31: Auch ein Kirchigstein-Entzündungreiz ist ein sehr starker.
00:11:35: Gerade bei Bauchoperationen oder bei Knochenoperationen steigt das CRP relativ stark und es hat eine halbe Zeit von vierundzwanzig Stunden.
00:11:42: Das heißt, es braucht eine gewisse Zeit bis es absinkt.
00:11:45: Das heisst nach einer Operation muss ich den Verlauf messen.
00:11:49: Eine CRP-Bestimmung kostet unter einen Euro, das ist durchaus verträglich und damit kann ich dann abschätzen ob eine neue Entzündung entsteht oder nicht.
00:11:59: Das muss man dazu auch sagen mit jetzt nach einer Hüftimplantation dass CRP leicht erhöht ist in den ersten Tagen, dass man jetzt nicht sofort auf ein Porteseinfekt hinschliesst sondern dass es einfach oft im meisten Fällen das postoperative CRP ist.
00:12:13: Ja und keine Sorge Infektionen Operationen brauchen meistens ein paar Tage, bis sie sozusagen wirklich auftreten und manifest werden.
00:12:22: Das war immer
00:12:23: das Schöne die Infekt-Zucker auf der Umfallstation weil irgendwer das CHB zu früh bestimmt hat und sich dann an der Umfolge hier gefilgt hat.
00:12:30: Was bringen die neuen Entzündungsmarker?
00:12:32: Das ist so genannte Bruchhalzitonin.
00:12:35: Das steigt ein bisschen früher an als das zereaktive Protein.
00:12:40: Es gibt einige Studien, dass man gerade mit den Brokkalzetonin auf Intensivstationen vielleicht ein bisschen besser Antibiotika einsparen kann.
00:12:48: Wenn das Brokkalsetonin wieder absinkt ist die Infektion unter Kontrolle und dann kann man das Antibiotikum wieder absetzen.
00:12:55: In der Praxis fällt aber ein massiver Publikationsbeier aus auf Die Studien, die festgestellt haben, dass das Brokalsotonin besser ist als das Gassische CRB.
00:13:05: Brokkalkalzatonin ist wesentlich teurer und wird vor allem von einer Firma vertrieben, die das Patent drauf hat.
00:13:12: Und diese Studien wurden alle von dieser Firma unterstützt.
00:13:15: Während andere Studien, die nicht unterstützt werden eigentlich gezeigt haben es ist kein relevanter Unterschied.
00:13:21: Das heißt hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen auch weil es Brokalziton in England in einige Guidelines gefunden hat gerade bei den Anästhesisten.
00:13:30: Der zweite Marker der Spannern dies ist das Interlöckchen VI Das ist das Zytokin, dass bewirktes C-reaktives Protein ausgeschüttet wird.
00:13:38: Da steigt ein Spur früher an, schwankt dafür wesentlich stärker und sinkt etwas rascher wieder ab.
00:13:44: aber auch hier ist die Bestimmung wesentlich teurer.
00:13:47: In der allgemeinen Praxis kann man auf diese Macker gedroht verzichten.
00:13:53: Es sei denn, man möchte es besonders teuer haben und dem Labor eine Freude haben.
00:13:57: Das ist auch der Grund, warum diese Marker zum Beispiel von der österreichischen Gesundheitskasse nicht gezahlt werden.
00:14:04: Ein Thema ist beim zähreaktiven Protein.
00:14:07: das war vor dreißig Jahren sehr modern.
00:14:11: man sieht wie sich Dinge wiederholen.
00:14:13: da hat man herausgefunden dass Leute die eine leichte Entzündungsreaktion haben oder leicht erhöhtes CHP das noch so im Normalbereich.
00:14:22: Wir reden hier bei MCAP.
00:14:23: Vorsicht, es gibt zwei Einheiten.
00:14:25: Es gibt Milligramm Proteziliter und Milligrammlitra.
00:14:28: In Österreich sollte eigentlich nur ein Milligrammi Liter verwendet werden.
00:14:32: Einige Spitäler darunter das größte Österreichs im neunten Bezirk weigert sich nach wie vor auf den österreichweiten Standort umzustellen.
00:14:41: Die meisten Spitälern außer meines Wissens teilweise.
00:14:44: der wiener gesundheitsverbund hat noch die alte
00:14:48: Begleitung.
00:14:49: Entsprechend gibt es aber auch zwei Normalwerte.
00:14:52: Bei Milligramm Proteziliter sollte der normweit kleiner Nullkoma-Fünf sein, bei Milligrammlittern klar ist das Zehnfache eben kleiner Fünf.
00:15:01: Das Problem ist durch die Zehnerpotenz kommen recht schnell Verwechslungen auf wobei man jetzt nur ein Telefon den CRP Wert durchgibt.
00:15:09: D.h.
00:15:09: zähreaktives Protein immer mit Einheit bekannt geben.
00:15:13: Vielleicht schaffen wir es in zehn, zwanzig Jahren, dass sich in einem Land mit Österreich und über Schaubau vielen Labors sich die Leute auch auf eine Einheit einigen.
00:15:22: Problematisch ist das dann meistens bei so Ambulanzberichten wo es nur reindiktiert wird.
00:15:27: Da steht dann CRP-Twelve und kein Mensch weiß jetzt Miligramm oder...
00:15:32: Richtig!
00:15:33: Und international üblich sind längst schon die Milligramm pro Liter.
00:15:37: Das heißt da sind wir noch ein bisschen antiquarisch unterwegs.
00:15:41: Ganz wichtig ist Leute, die zwar noch ein normales CRB haben.
00:15:46: Das ist aber schon leicht erhöht haben.
00:15:47: Üblicherweise sagt man wenn das C-reaktive Protein kleiner einen Milligramm pro Liter ist dann hat der Patient ein sehr geringes Risiko einen Herzinfarkt zu kriegen.
00:15:57: Wenn es eins bis drei ist dann steigt das Risiko etwas und wenn es größer drei ist hat er doch ein erhöhteres Risiko.
00:16:03: zusätzlich zu den klassischen Risikofaktoren die wir alle kennen rauchen Blutdruck erhöhte Blutfette erhöht auch die Entzündungsreaktion, das Risiko mehr oder weniger einen Herzenfaktor einer Herz-Kreisler Verkrankung zu bekommen.
00:16:16: Das heißt entzündungsmarker sind auch ein wichtiger Risikomaker bei Herz- Kreislerverkrankungen.
00:16:22: Wann ist es zum Beispiel der Fall?
00:16:24: Zum Beispiel bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen und Rheuma, die chronische Entzüdungen haben aber auch bei Patienten, die z.B.
00:16:31: irgendwelche chronischen Zahnentzündungen haben, steigern damit auch das Herzinfakt-Risiko.
00:16:37: Deswegen kann man auch das zehreaktive Protein dafür verwenden.
00:16:41: Wichtig ist, wenn es deutlich erhöht ist dann ist es meistens eine akute Entzündung.
00:16:46: Dann sollte man das nicht zu ernst nehmen und vielleicht einmal nach einer gewissen Zeit wiederholen.
00:16:50: Dazu ein kurzer Marker.
00:16:53: Früher hat man dafür besonders sensitive CRP-Tests verwendet als ultra-sensitive CRP.
00:16:59: Heute kann man den normalen zehriaktiven Proteintest machen.
00:17:02: die sind schon so sensitiv dass wir auch in diesem Bereich heruntermessen.
00:17:06: Das heißt, heute brauche ich kein ultra-sensitives CRB weil auch das von der Krankenkasse in Wien nicht gezahlt wird.
00:17:14: Das heisst Patienten mit einem leicht erhöhten Entzündungsmarker zusätzlich zu den Blutfetten sollten dann sozusagen besondere Maßnahmen ergreifen damit ihr Gesamtrisiko ein bisschen senken.
00:17:27: Unser großes Problem ist, wir wissen noch nicht genau was wir mit den Patienten machen sollen die jetzt leicht erhöhte Entzündungsmarker haben.
00:17:34: Wie wird bei denen gezielt das Risiko senken?
00:17:36: Ja man
00:17:37: kann ja schon die Ursache beheben, gerade mal zum Zahnarzt schicken so schon gibt es irgendeine andere chronische Ursache für den Dauer erhöhten CRP-Wert.
00:17:47: Und eine letzte Bitte, seien Sie großzügig bei älteren Patienten oder bei Diabetikern mit dem zehreaktiven Protein.
00:17:56: Gerade dort merkt man auch sehr schwere Entzündungen oft klinisch nicht an.
00:17:59: Die Patienten sind bestenfalls ein bisschen verwirrt und ein bisschen müde.
00:18:04: Oft haben sie gar kein Fieber oder sehr wenig Fiebers.
00:18:06: Haben aber bereits eine Sepsis.
00:18:08: das heißt die haben eine sehr schwäre Entzindung mit Bakterien im Blut und sind lebensbedrohlich krank.
00:18:14: Das übersieht man oft!
00:18:15: Das heißt, gerade bei diesen Patienten sollte man relativ großzügig sein mit der CRP-Bestimmung.
00:18:21: Wie gesagt die Kasse zahlt unter einen Euro für eine CRP Bestimmung und das heißt die Mehrkosten sind wahrscheinlich überschaubar im Vergleich zum Nutzen.
00:18:31: Was möchten wir euch mitgeben?
00:18:32: Take Home Messages!
00:18:34: Eine sehr reaktive Proteinbestimmung hilft sehr gut.
00:18:38: um Bakterielle von viralen Entzündungen in der Haushaltspraxis oder der Allgemeinen Praxis zu unterscheiden ist eigentlich in nahezu allen Fällen ausreichend, um eine Entzündung zu diagnostizieren.
00:18:50: Die Blutsenkung brauche ich eigentlich nicht mehr bei der Entzückungsdiagnostik außer ... Ich habe den Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung.
00:18:57: Da ist sie nach wie vor sinnvoll und da sollte sie auch nach wie vorher gemacht werden.
00:19:02: Die neuen Entzüngungsmarker sind die Prokheizitonin Interleken-Sex, die im niedergelassenen Bereich von den Kassen nicht übernommen werden und relativ teuer sind Kann man machen, sie bringen aber relativ wenig Zusatznutzen.
00:19:17: Die freuen eigentlich nur das Labor.
00:19:19: also wir haben natürlich nichts dagegen wenn die öfter bestimmt werden und man kann eigentlich mit Point of Care Tests, also mit Tests direkt beim Patienten das gibt Schnelltests die in wenigen Minuten ein Ergebnis ausgeben kann man sehr viel Antibiotika einsparen.
00:19:36: Genau
00:19:36: und auch gerade bei so fiebernden Patienten oder Bauchschmerzpatienten bringt das halt sehr viel gerade in der Diagnostik, wenn man in fünf Minuten ein CRP-Wert hat und weiß okay ist viral oder ist jetzt nichts Dramatisches.
00:19:50: Wir brauchen einen Antibiotikum, wir müssen uns weiter abklären.
00:19:53: Gerade bei Bauchschmerzpatienten bewundere ich die allgemeinen Medizinern nicht weil sie müssen sehr rasch unterscheiden.
00:20:00: Ist das etwas... kritisches, etwas dringendes, etwas schwerwiegendes.
00:20:04: Oder ist es wie Gott sei Dank in den meisten Fällen etwas harmloses oder ein normaler Infekt?
00:20:10: Gerade bei den Bauchschmerzpatienten bin ich sehr großzügig.
00:20:12: da kriegt eigentlich fast jeder einen Schnellzerbetest und dann weiß man schon schnell weiter okay ab wenn die Zitis oder irgendetwas anderes Insündliches geschehen ja nein und hat recht schnelle Antwort oder eine Richtung in diese hingehen kann.
00:20:26: Das war's schon wieder für heute.
00:20:27: und zum Abschluss hätten wir noch eine Bitte.
00:20:30: Wenn euch dieser Podcast gefällt, freie ich mich wenn ihr uns folgt und da über eine positive Bewertung auf einer Podcast-Plattform eurer Wahl.
00:20:37: Damit helft er auch die Sichtbarkeit des Podcasts zu verbessern.
00:20:41: Wenn euch der Podcast nicht gefallen hat bitte empfehlt ihn einfach jemanden den er nicht mögt!
00:20:46: Und wir Labormediziner wissen natürlich alles besser aber bewegt nicht alles.
00:20:51: das heißt wir freuen uns auch über Korrekturen und Verbesserungsvorschläge Diese bitte per E-Mail an fortbildung.edlabors.at genauso wie Themenvorschläge für neue Folgen zum Thema Labormedizin.
00:21:04: und wir bemühen uns natürlich euch den aktuellen Stand der Wissenschaft möglichst objektiv zu präsentieren, das heißt auch dass wir versuchen Fakten von Meinungen zu trennen und persönliche Meinungen klar.
00:21:15: zur Kenntzeichnung aber medizinische Wissenschaft beruht bekanntlicher Versuch und Irrtum und wie die Geschichte zeigt, haben bisher oft die Irrtümer überwogen.
00:21:29: Wir haben heute den Mai-Zweijer-Sechsundzwanzig, vielleicht erzählen wir euch in einem oder zwei Jahren etwas ganz anderes.
00:21:36: Und beachtet bitte auch – wir haben natürlich mit unseren Anwelten gesprochen, deswegen müssen wir darauf hinweisen – dieser Podcast richtet sich an das medizinische Fachpersonal.
00:21:46: Wir freuen uns auch über jeden anderen Interessierten der diesen Podcast hört.
00:21:51: Aber bitte bedenkt, wir Labormedizin haben ein bisschen eine einfache Gesicht auf die Welt und es ist auch kein Wunder.
00:21:57: Unsere Patienten haben schließlich sechzehn Millimeter Durchmessung zum Blutröhrchen.
00:22:01: Das heißt dieser Podcast kann natürlich kein Gespräch mit eurem Hausarzt oder eurer Hausärztin ersetzen.
00:22:07: Die kennen euch, die sich seit Jahren als ganzen Menschen und nicht der frundenes Labor wert ist.
00:22:13: Wir danken Euch für Ihre Aufmerksamkeit und fürs Zuhören!
00:22:16: Und hoffen dass wir uns in einer Woche wieder hören.
00:22:19: Danke und auf Wiedersehen!
00:22:20: Danke an den Frieden.
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