Folge 1 - Was ist Labormedizin

Shownotes

In dieser ersten Folge nehme ich euch mit in die faszinierende Welt der Labormedizin – ein Fachgebiet, das kaum jemand kennt, aber jeder braucht. Ich erzähle, warum Laborwerte nicht nur Zahlen sind, sondern oft die entscheidenden Hinweise für Diagnosen und Therapien liefern. Gemeinsam blicken wir auf die spannende Geschichte von der Harnbeschau bis zur modernen PCR und entlarven dabei weitverbreitete Irrtümer und Missverständnisse. Dabei zeige ich auch, wie Laborbefunde richtig interpretiert werden und warum nicht alles, was im Lehrbuch steht, in der Praxis zählt. Freut euch auf persönliche Einblicke, überraschende Fakten und die kleinen Geschichten, die den Laboralltag prägen.

Labormedizin

https://de.wikipedia.org/wiki/Labormedizin

Galen (Arzt)

https://de.wikipedia.org/wiki/Galen

Humoralpathologie (Vier-Säfte-Lehre)

https://de.wikipedia.org/wiki/Humoralpathologie

Anthony van Leeuwenhoek

https://de.wikipedia.org/wiki/AntonivanLeeuwenhoek

Jakob Henle

https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Henle

Robert Koch

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Koch

Fanny Hesse

https://de.wikipedia.org/wiki/Fanny_Hesse

Agarplatte

https://de.wikipedia.org/wiki/Agarplatte

Rosalyn Yalow

https://de.wikipedia.org/wiki/Rosalyn_Yalow

Radioimmunassay

https://de.wikipedia.org/wiki/Radioimmunassay

Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

https://de.wikipedia.org/wiki/Polymerase-Kettenreaktion

Kary Mullis

https://de.wikipedia.org/wiki/Kary_Mullis

C-reaktives Protein (CRP)

https://de.wikipedia.org/wiki/C-reaktives_Protein

HbA1c

https://de.wikipedia.org/wiki/HbA1c

John Bayes (Bayes-Theorem)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bayes-Theorem

Transkript anzeigen

Speaker0: Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zur ersten Folge unseres

Speaker0: Podcasts Labor Insight.

Speaker0: Mein Name ist Georg Endler, ich bin von Beruf und Berufung her seit über 25

Speaker0: Jahren Labormediziner und ich darf ein bisschen etwas über Laborwerte erzählen.

Speaker0: Im Namen des Labors HD Facharzt-Teams und vor allem auch über Dinge,

Speaker0: die vielleicht nicht so im Lehrbuch stehen, wie sie eigentlich wichtig sind in der Praxis.

Speaker0: Und heute möchte ich euch ein medizinisches Fachgebiet vorstellen,

Speaker0: das eigentlich keiner kennt und jeder braucht die Labormedizin.

Speaker0: Doch zuvor noch bitte eine kleine Werbung und natürlich die Interessenskonflikte,

Speaker0: die ich immer angeben möchte.

Speaker0: Dieser Podcast wird euch zur Verfügung gestellt von der Gruppenpraxis Labors.at,

Speaker0: einer Wiener Gruppenpraxis für Labormedizin.

Speaker0: Wir sind stolz darauf, unseren Patienten das gesamte Spektrum der Labordiagnostik

Speaker0: anbieten zu können, zu einer bestmöglichen Qualität und dass wir Menschen immer

Speaker0: den richtigen Wert liefern wollen.

Speaker0: Als Facharzt in diesem Labor verdiene ich natürlich auch meine Brötchen hier

Speaker0: mit der Durchführung von Laborwerten. Werbung Ende.

Speaker0: Labormedizin selbst ist ein junges Fach, das ist erst 1969 in Österreich sozusagen

Speaker0: gesetzlich festgelegt wurde.

Speaker0: Früher war das mehr oder weniger ein ungeregeltes Fach, das waren Internisten,

Speaker0: die sich damit beschäftigt haben.

Speaker0: Was machen Labormediziner? Wir beschäftigen uns mit der Analyse von all dem,

Speaker0: was grauslich ist, nämlich von Körperflüssigkeiten, also Blut,

Speaker0: Haaren und Stuhl und was sich alles sonst noch in Röhrchen abfüllen lässt.

Speaker0: Das klingt natürlich etwas ekelig, hat aber trotzdem eine jahrtausendelange Tradition.

Speaker0: Im zweiten Jahrhundert nach Christus veröffentlichte der römische Arzt Galen

Speaker0: seine Humoralpathologie.

Speaker0: Das ist das erste große Medizinwerk mit einem eher philosophischen Hintergrund.

Speaker0: Nach diesem Werk wurde jede Erkrankung durch ein Ungleichgewicht der vier Säfte,

Speaker0: nämlich Blutschleim, gelbe und schwarze Galle sozusagen, verursacht.

Speaker0: Dementsprechend versuchte man dieses Ungleichgewicht im Hahn zu diagnostizieren.

Speaker0: Viel mehr andere Möglichkeiten gab es damals noch nicht. Im Gegensatz zum Beispiel

Speaker0: zur chinesischen Medizin, die auch die Pulsdiagnostik oder die Zungendiagnostik da eingebaut hat.

Speaker0: Und damit war die Harnbeschau geboren. Das war das zentrale Diagnosetool der

Speaker0: Ärzte bis ins 19. Jahrhundert.

Speaker0: Also fast 2000 Jahre lang haben die Ärzte durch Harnbeschau Krankheiten diagnostiziert.

Speaker0: Daher ist auch das Harnbeschauglas, die Matula, mehr oder weniger das Statussymbol der Ärzte gewesen.

Speaker0: Das heißt, man hat einen Arzt auf Abbildern immer bekannt, dass er mit Harnbeschauglas

Speaker0: spazieren gegangen ist und dort auch eine Harnbeschau gemacht hat.

Speaker0: Selbstverständlich hat er auch den Geruch und den Geschmack getestet. Auch das war bis zum 19.

Speaker0: Jahrhundert die Standarddiagnose für Zuckerkrankheit, ob der Hahn vielleicht

Speaker0: süß schmeicht. Eine eher ekelige Geschichte. Und ein kleiner Exkurs.

Speaker0: Die Vier-Säfte-Lehre war eigentlich mehr oder weniger ein religiöses Dogma in

Speaker0: der Medizin, das nicht hinterfragt wurde.

Speaker0: Und die hat auch leider Millionen Menschen das Leben gekostet durch Aderlässe.

Speaker0: Die hat man einfach gemacht, um die Säfte wieder in Schwung zu bringen.

Speaker0: Meistens wurden dadurch nur die Patienten mit Schwung zum Friedhof befördert.

Speaker0: Ob Mozart seine Lungenentzündung überlebt hätte, wissen wir nicht.

Speaker0: Aber der vierte Aderlass in 24 Stunden mit je einem Liter Blut war dann doch

Speaker0: etwas viel. Insgesamt hat der Mensch nämlich nur fünf Liter Blut.

Speaker0: Also da war Mozart schon ziemlich ausgeleert.

Speaker0: Und wie ging es weiter in der Geschichte in der Labormedizin?

Speaker0: 1965 wurde das erste funktionstüchtige Mikroskop durch Anton van Leeuwenhoek

Speaker0: sozusagen konstruiert.

Speaker0: Und danach hat es noch fast 200 Jahre gedauert, bis die Mikroskopie so vom Zeitvertreib

Speaker0: für Reiche zu einer modernen Mikrobiologie und zu einer modernen Forschungstool geworden ist.

Speaker0: Im Rokoko war es zum Beispiel ein Gesellschaftsspiel, ein Mikroskop sozusagen

Speaker0: Eiterwürmer anzuschauen.

Speaker0: Das heißt, man hat im Eiter von Erkrankten so lustige Tierchen gesehen, die sich bewegt haben.

Speaker0: Es dürften auch keine Bakterien gewesen sein, sondern wahrscheinlich weiße Blutkörperchen,

Speaker0: die diese Bakterien gerade gefressen haben und sich da bewegt haben.

Speaker0: Und vor den Ideen des deutschen Anatoms Jakob Henle, 1839, war man eigentlich

Speaker0: nicht der Meinung, dass Mikroorganismen beispielsweise Krankheiten auslösen können.

Speaker0: Man war eher der Meinung, dass das durch Dämpfe, sozusagen sogenannte Miasmen

Speaker0: entsteht, also schlechte Luft, die diese Krankheiten verursacht haben.

Speaker0: Daher stammt auch der Name für Malaria. Malaria heißt auf Deutsch schlechte Luft.

Speaker0: Und das bedeutet natürlich, dass es solche Dinge wie Ansteckung damals irgendwie undenkbar war.

Speaker0: Spannenderweise waren die Quarantäne-Vorschriften ganz anders,

Speaker0: weil da hat man sehr wohl gewusst, dass man sich von anderen Leuten anstecken kann.

Speaker0: Und berühmt wurde damit nicht der Jakob Hellne, sondern sein Schüler Robert

Speaker0: Koch, der nebenbei auch die Erfindung einer Frau, seines Arbeitskollegens, geklaut hat.

Speaker0: Fahne Hesse schlug 1881 vor, die ersten Agerplatten zu verwenden zur Bakterienkultur.

Speaker0: Vorher hat Robert Koch Gelatine verwendet. Gelatine, wir wissen,

Speaker0: wenn man das bebrüten muss, eine Bakterienkultur bei 37 Grad wird flüssig.

Speaker0: Da kann man dann nicht mehr viel sehen von der Kultur, da war etwas unglücklich.

Speaker0: Mit der Agarplatte hat das herrlich funktioniert und das hat ihn auch dann ermöglicht,

Speaker0: das Tuberkelparzillus zu identifizieren und ohne Fahne Hesse's Idee hätte Robert

Speaker0: Koch nie seine Forschungen dazu machen können.

Speaker0: Diesen Punkt hat er allerdings dann auch in seiner Nobelpreisrede diskret verschwiegen,

Speaker0: so wie die Leistung einiger Frauen sozusagen in der Wissenschaft manchmal sehr

Speaker0: vernachlässigt wurde oder nicht entsprechend gewürdigt wurde.

Speaker0: Gleichzeitig kamen auch die ersten chemischen Analysen für Zucker und Harnstoff auf.

Speaker0: Speziell Zucker war ein Thema, nachdem die Ärzte ja vorher standardmäßig den

Speaker0: Urin kosten mussten ihrer Patienten.

Speaker0: Und es wurde sogar in Berlin ein Lehrstuhl für klinische Chemie eingerichtet.

Speaker0: Und bis in die 1970er Jahre war das eine relativ aufwändige Geschichte.

Speaker0: Jede Blutanalyse wurde einzeln mit Handarbeit gemacht, hat natürlich Unmengen

Speaker0: von Blut gebraucht, Zeit gekostet und Handarbeit.

Speaker0: Und das hat sich erst mit dem Aufkommen der ersten Outdoor-Analyzer geändert

Speaker0: und auch gleichzeitig der Erfindung der Radioimmun-Esses durch Rosalind Jarlow.

Speaker0: Damit konnte man zum ersten Mal Hormone bestimmen. Nur zum Vergleich vor Erfindung

Speaker0: dieser Radioimmun-Esses hat man zum Beispiel Schwangerschaftstests dadurch durchgeführt,

Speaker0: dass man den Urin der Schwangeren auf Frösche getropft hat und geschaut hat, ob die dann ableichen.

Speaker0: Mit dem Test war das natürlich etwas einfacher. Dafür erhielt sie auch 1977 den Nobelpreis.

Speaker0: Und wenig später hat sich Karel Mullis von seiner Freundin getrennt und hat

Speaker0: das einzig Vernünftige gemacht.

Speaker0: Am Wochenende ist surfen gegangen und in der langen Autofahrt hat er 1983 die

Speaker0: Polymerase-Kettenreaktion mehr oder weniger entwickelt, als Gedankenexperiment,

Speaker0: wir zu seinem Lieblingsstrand gefahrenes Surfen.

Speaker0: Und spätestens seit Corona wissen wir, dass die PCR, die genetische und die

Speaker0: Virusdiagnostik mehr oder weniger revolutioniert hat und das vermutlich noch

Speaker0: massiv ändern wird. Was macht die Labormedizin heute?

Speaker0: Ohne Labor ist eine moderne Medizin fast nicht mehr möglich.

Speaker0: Ihr wisst, bevor ein Patient sozusagen eine Therapie bekommt,

Speaker0: sollte man zumindest wissen, was er hat, also eine Diagnose stellen, Und bei ca.

Speaker0: 60% der Diagnosen werden Laborbefunde entweder als Hilfsbefund oder sonstige Dinge benötigt.

Speaker0: Umgekehrt muss man sagen, Labordiagnosen kosten natürlich Geld.

Speaker0: Im Vergleich zu den Gesamtkosten sind die Kosten aber relativ gering.

Speaker0: Im Spital wissen wir, das Labor selbst macht nur 2% der Gesamtkosten des Spitals

Speaker0: aus, also in etwa ein bisschen weniger, als die Spitalsküche braucht.

Speaker0: Trotzdem braucht quasi jede Abteilung und jede Disziplin Labore.

Speaker0: Und jeder von uns hat wahrscheinlich schon die eine oder andere Laboranalyse

Speaker0: gemacht und ist da natürlich auch Experte, was da alles passieren kann.

Speaker0: Und wofür macht man überhaupt Labortests? Wenn man einen Verdacht hat,

Speaker0: kann man diesen Verdacht der Diagnose beweisen oder widerlegen.

Speaker0: Beispielsweise, wenn der Patient eine Entzündung hat, interessiert es den Arzt,

Speaker0: ist das eine Entzündung, die vor allem durch Bakterien hervorgerufen wird.

Speaker0: Dazu macht er einen Entzündungsmarker, das sogenannte C-reaktive Protein.

Speaker0: Wenn das erhöht ist, spricht das sehr wohl für eine bakterielle Entzündung.

Speaker0: Und wie wir wissen, gibt es eine ganz gute Behandlung.

Speaker0: Wenn das CRP niedrig erhöht ist oder noch normal ist, dann ist es meistens ein

Speaker0: Virusinfekt und man braucht keine Antibiotika.

Speaker0: Allein mit diesem Test könnte man auch 40% der Antibiotika zum Beispiel in der

Speaker0: Allgemeinmedizinpraxis einsparen, wenn der sozusagen verfügbar ist und in der

Speaker0: Ordination gleichgemacht werden kann.

Speaker0: Wofür macht man noch Labortests? Wenn Sie eine Therapie machen,

Speaker0: wollen Sie natürlich den Verlauf wissen.

Speaker0: Jeder Zuckerkranke kennt das, der muss alle halben Jahre ins Labor zur Kontrolle.

Speaker0: Da wird der Langzeitzucker gemessen, der sogenannte H1C, wie weit das Ganze

Speaker0: funktioniert. weil der Zuckerkranke erhöhte Blutzuckerspiegel haben.

Speaker0: Auch zur Früherkennung von Komplikationen bei Therapien oder bei Erkrankungen

Speaker0: brauche ich immer Labortests.

Speaker0: Meistens eine der Komplikationen ist zum Beispiel, dass es zu Leberschäden kommt.

Speaker0: Und wenn die Leberschäden sozusagen im Labor anschlagen, kann ich rechtzeitig gegensteuern.

Speaker0: Ein zweiter Riesenpunkt ist natürlich die Vorsorge, bevor eine Erkrankung entsteht.

Speaker0: Es gibt die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung bei der Sozialversicherung.

Speaker0: Da werden häufige Erkrankungen sozusagen getestet oder hohe Risikofaktoren,

Speaker0: wie zum Beispiel erhöhter Blutzuckerspiegel oder auch erhöhter Cholesterinspiegel.

Speaker0: Wichtig ist, eine gezielte Vorsorge macht nur dann Sinn, wenn die Erkrankung

Speaker0: häufig ist und gut behandelbar ist.

Speaker0: Seltene Erkrankungen kann man in diesen Vorsorgeuntersuchungen sehr schwer erkennen. Warum?

Speaker0: Das wird eine eigene Folge über den Fluch des englischen geistlichen John B.

Speaker0: Schwierig wird es, wenn man sozusagen einmal versucht, alles zu testen.

Speaker0: Und das ist ein bisschen auch der Wunsch jetzt heute.

Speaker0: Wenn man sagt, ich möchte alles wissen, je mehr Tests ich mache,

Speaker0: desto mehr Ergebnisse bekomme ich.

Speaker0: Natürlich steigt auch damit das Risiko sozusagen eines falsch-positiven Befunds.

Speaker0: Und damit kann ich auch in die Irre geführt werden.

Speaker0: Auch das wird Thema von Folgen sein in der Zukunft.

Speaker0: Was macht der Labormediziner dabei? Naja, er hilft, die richtigen Labortests

Speaker0: zu finden. Er berät Ärzte und Patienten.

Speaker0: Eines meiner Lieblingsbeispiele sind sozusagen pro Woche haben wir ca.

Speaker0: Drei hysterische Anrufe, meistens von Patienten, die glauben,

Speaker0: sie haben eine Leukämie bekommen.

Speaker0: Was ist passiert? Sie haben einen Vitamin-B12-Spiegel bestimmt, der war erhöht.

Speaker0: Wenn man bei Dr. Google einen Vitamin-B12-Spiegel erhöht eingibt,

Speaker0: steht das erste Diagnose Leukämie.

Speaker0: Es stimmt, dass einige seltene Formen hämatologischer Erkrankungen leicht erhöhte

Speaker0: Vitamin B12-Spiegel haben, aber das sind immer Menschen, die krank sind und

Speaker0: gleichzeitig ein sehr auffälliges Blutbild haben.

Speaker0: Bei einem Gesunden ist ein erhöhter Vitamin B12-Spiegel harmlos und fast immer

Speaker0: auf eine Überdosierung von Energydrinks zurückzuführen.

Speaker0: Energydrinks enthalten nämlich große Mengen Vitamin B12.

Speaker0: Ob das gut oder schlecht ist, ist wahrscheinlich Sache der Ernährungsexperten.

Speaker0: Da muss ich gestehen, als Laborspezialist kenne ich mich nicht aus.

Speaker0: Was machen wir noch? Wir versuchen sozusagen die richtigen Labortests zu finden,

Speaker0: sie zu etablieren, zu schauen, dass keine Fehler passieren.

Speaker0: Und natürlich passieren überall Fehler, auch im Labor, und die versuchen wir

Speaker0: aufzuspüren und zu vermeiden.

Speaker0: Und wir versuchen sozusagen die Werte gemeinsam mit dem Arzt in den richtigen

Speaker0: Kontext zu bringen, damit der rasch zu seiner Diagnose kommt.

Speaker0: Und ich möchte euch hier in diesem Podcast in die bunte Welt der Labormedizin

Speaker0: einführen und auch Geschichten über Laboranalysen und die Interpretation erzählen,

Speaker0: wo man auch in die Irre geführt werden kann und welche Einflussfaktoren es gibt.

Speaker0: Und wichtig sind mir vor allem die Dinge, die nicht im Lehrbuch stehen,

Speaker0: wie zum Beispiel Vitamin B12

Speaker0: oder die Frage, warum Bodybuilder immer so schlechte Nierenwerte haben.

Speaker0: Das liegt vor allem auch daran, dass sie sehr viele Nahrungsergänzungsmittel

Speaker0: zu sich nehmen, die einfach die Messung der Nierenwerte beeinflussen.

Speaker0: Auch das sollte man bedenken, wenn man sozusagen die Werte dann interpretiert,

Speaker0: immer auch im Kontext mit dem Patienten anschauen, ob das sozusagen auch dazu passt.

Speaker0: Und zum Abschluss noch eine Bitte. Wenn euch der Podcast gefällt,

Speaker0: freue ich mich, wenn ihr uns folgt und den Podcast abonniert.

Speaker0: Und natürlich freue ich mich auf eine positive Bewertung auf einer Podcast-Plattform eurer Wahl.

Speaker0: Damit hilft auch die Sichtbarkeit des Podcasts zu verbessern.

Speaker0: Wenn euch der Podcast nicht gefallen hat, dann empfehlt ihn einfach jemandem,

Speaker0: den er nicht mögt. Auch damit wäre er uns geholfen.

Speaker0: Und wir Labormediziner wissen natürlich immer alles besser, aber wir wissen nicht alles.

Speaker0: Daher freue ich mich auch natürlich über Korrekturen, Verbesserungsvorschläge,

Speaker0: aber auch über Themenvorschläge.

Speaker0: Bitte per E-Mail an feedbacklaborakademie.at und vielleicht kann ich einen oder

Speaker0: anderen euren Themenvorschläge in der nächsten Folge sozusagen da mit euch besprechen.

Speaker0: Und natürlich bemühe ich mich, den aktuellen Stand der Wissenschaft zu präsentieren.

Speaker0: Das bedeutet aber auch, dass wir versuchen, Fakten und Meinungen voneinander

Speaker0: zu trennen, und auch persönliche Meinungen klar zu kennzeichnen.

Speaker0: Sollte ich das einmal übersehen, bitte weist mich darauf hin.

Speaker0: Und natürlich, bitte beachtet auch, medizinische Wissenschaft ist etwas,

Speaker0: das ist nicht geradlinig.

Speaker0: Menschen, die immer nur die Wahrheit wissen, sind möglicherweise keine Ärzte,

Speaker0: sondern vielleicht Juristen oder Religionsgründer.

Speaker0: Wissenschaft besteht immer aus Versuch und Irrtum. Und natürlich können sich

Speaker0: Erkenntnisse auch ändern, wie wir wissen.

Speaker0: Auch die Geschichte zeigt, dass es leider die Wirrtümer überwiegen und die richtigen

Speaker0: Dinge sozusagen immer eine gewisse Zeit brauchen.

Speaker0: Das heißt, im Laufe der Zeit kann sich natürlich der Stand der Wissenschaft

Speaker0: ändern. Wir haben beispielsweise heute Februar 2026.

Speaker0: Wie das in zehn Jahren ist, kann ich jetzt noch nicht sagen,

Speaker0: aber das wissen die wenigsten.

Speaker0: Und bitte beachtet auch, dass wir Labormediziner ein bisschen eine einfachere

Speaker0: Sicht auf die Welt haben.

Speaker0: Das ist kein Wunder. Ich meine, unsere Patienten haben fast immer nur 16 Millimeter

Speaker0: Durchmesser, sind Blutröcher und sprechen nicht zurück. Das heißt,

Speaker0: wir glauben auch, dass wir alle Erkrankungen aus dem Blut diagnostizieren können.

Speaker0: Jeder Arzt, der mit Patienten zu tun hat, wird uns da hoffentlich widersprechen

Speaker0: und weiß, dass ein Patient aus mehr besteht als nur aus Laborwerten.

Speaker0: Und dieser Podcast kann natürlich auch kein ärztliches Gespräch oder eine Ordination

Speaker0: mit eurer Hausärztin oder eurem Hausarzt ersetzen.

Speaker0: Immerhin kennt er euch seit Jahren und zwar als Ganzes und des ganzen Menschen

Speaker0: und nicht nur aufgrund eines Laborwertes. und ich danke euch für ihre Aufmerksamkeit und fürs Zuhören.

Speaker0: In Folge 2 geht es dann um die Cholesterinbestimmung und vor allem was beim

Speaker0: Cholesterin nicht so im Lehrbuch steht, aber trotzdem wichtig ist für die tägliche

Speaker0: Praxis. Herzlichen Dank.

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